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Masterstudiengang Klima- und Umweltwissenschaften am Institut für Geographie der Uni Augsburg

Schneefernerhaus auf der Zugspitze

Aus FORUM der Geoökologie 23 (1), 2012
Von J. Jacobeit & K.-F. Wetzel, Augsburg

Hintergrund und Einordnung

Der Masterstudiengang Klima- und Umweltwissenschaften wurde an der Universität Augsburg zum WS 2011/12 eingeführt. Er ist integriert in das bayerische Netzwerk der Umweltkompetenz, zu dem neben der Universität und ihrem Wissenschaftszentrum Umwelt vor allem das Bayerische Landesamt für Umwelt und eine Vielzahl privater Consultingunternehmen zählen. Der Studiengang selbst ist eingebunden in Kooperationen mit verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Bereich Atmosphärische Umweltforschung, dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum oder dem Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg sowie der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus an der Zugspitze mit ihren renommierten Konsortialpartnern (Foto).

Der globale Klimawandel und seine vielfältigen Konsequenzen auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen werden als bedeutendste und folgenträchtigste Umweltproblematik des 21. Jahrhunderts eingestuft. Dieses Themenfeld steht in engstem Zusammenhang mit den meisten Teildisziplinen aus dem Bereich der Geowissenschaften und der Geographie. Vor diesem Hintergrund befasst sich der neu konzipierte Masterstudiengang mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimasystems, vermittelt ein vertieftes Verständnis seiner Dynamik und schafft die Voraussetzungen, künftige Entwicklungen wissenschaftlich fundiert beurteilen zu können. Darin eingeschlossen sind die Folgen des globalen Klimawandels auf verschiedene Umweltbereiche (z.B. Wasserhaushalt, Vegetation oder Ressourcengeographie) sowie die spezifischen Auswirkungen auf kleinerer räumlicher Skala (regionale bis lokale Dimension).

Konzept und Aufbau

Der Studiengang vermittelt zum einen fortgeschrittene Kenntnisse fachwissenschaftlicher und methodischer Art im Bereich der Klimaforschung und bietet zum anderen ein spezifisches Spektrum an Wahlpflichtmodulen aus dem Bereich der Umweltwissenschaften an, wobei drei der vier angebotenen Disziplinen nach individueller Schwerpunktsetzung auszuwählen und zu belegen sind. Das Spektrum umfasst Themenbereiche, die eng mit der Akzentuierung Klimaforschung verbunden sind und hervorgehobene Bedeutsamkeit im Kontext der Klimafolgenforschung besitzen. Als besonderes Merkmal ist die substanzielle Einbindung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in das Qualifizierungskonzept zu erwähnen, wodurch die Anbindung an spezifische Forschungsfronten und potenzielle Beschäftigungs-perspektiven gezielte Verstärkung erfährt. Den Studierenden wird dabei die Möglichkeit eingeräumt, an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung Teile der im Studium vorgesehenen Kompetenzaneignungen zu absolvieren. Dieser außeruniversitäre Aufenthalt wird in enger Abstimmung zwischen Universität und aufnehmender Institution durchgeführt und kann als Vorbereitung für die Masterarbeit genutzt werden.

Übersicht Wahlpflichtmodule

Das Studium gliedert sich in vier Klimamodule (K1-K4) und vier Umweltmodule (U1-U4), von denen drei ausgewählt werden müssen. Im vierten Semester ist das Abschlussmodul (AL) mit der Masterarbeit vorgesehen (vgl. Tabelle).

Beschäftigungsaussichten

Die zuvor skizzierte Bedeutung von klima- und umweltwissenschaftlichen Aufgabenstellungen impliziert eine steigende Nachfrage nach Expertise auf diesem Gebiet; dies gilt nicht nur im Bereich der Grundlagenforschung und der angewandten Wissenschaft (z.B. Klimafolgenforschung, Entwicklung von Anpassungs- und Dämpfungsstrategien), sondern auch in vielfältig betroffenen Bereichen der Wirtschaft, bei Behörden, politischen Organisationen, Gesellschaften und Verbänden.

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium

Die Qualifikation für den Masterstudiengang Klima- und Umweltwissenschaften wird nachgewiesen durch den Abschluss eines Bachelorstudiengangs aus dem naturwissenschaftlichen Bereich der Klima- und Umweltwissenschaften an einer deutschen Hochschule (wie z.B. Geographie, Meteorologie, Ökoklimatologie, Hydrologie, Umweltphysik, Geoökologie, Landschaftsökologie, Forst- und Agrarwissenschaften) mit einer Gesamtnote von mindestens 2,99 nach der Allgemeinen Prüfungsordnung der Universität Augsburg. Auch sonstige, diesen Studiengängen gleichwertige in- oder ausländische naturwissenschaftliche Abschlüsse mit einer gleichwertigen Gesamtnote können nach einem Prüfverfahren anerkannt werden.

Neben den formellen Aspekten bilden Basiskenntnisse der wichtigsten klimatischen, hydrologischen, biologischen und geoökologischen Prozesse im Erdsystem die Grundlage für ein erfolgreiches Studium. Darüber hinaus werden ein sicherer Umgang mit gängiger Studien-Software und Kenntnisse der grundlegenden geostatistischen Methoden erwartet.

Bewerber/Bewerberinnen können vorläufig immatrikuliert werden, wenn sie in einem entsprechenden Studiengang Leistungen im Umfang von 140 ECTS-Punkten erbracht haben. Spätestens bis zum Ende des auf die erstmalige Immatrikulation in den Masterstudiengang Klima- und Umweltwissenschaften folgenden Semesters muss dann der Abschluss eines Studiengangs mit einer Gesamtnote von mindestens 2,99 nachgewiesen werden. Studienbewerber, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen vor Beginn des Studiums hinreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.

Informationen zum Studiengang und zur Bewerbung finden Sie auf den Seiten der Universität Augsburg, Institut für Geographie.

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Letzte Änderung: 30.04.2012